Einen aufschlußreichen Aufsatz hat Thomas Spahn unter dem Titel “Der Weltbürgerkrieg und der Islam” auf Tichy’s Einblick veröffentlicht.  Die schnell behauptete Trennung zwischen Islam und Islamismus funktioniert nicht, so Tomas Spahn in seinem Diskussionsbeitrag. Es geht nicht um persönliche Mitverantwortung – sehr wohl aber um das Benennen der ideologischen Wurzeln. Dieser Beitrag ist ein Einsteig in eine schmerzhafte Debatte, der sich gerade friedliebende und moderne Muslime ebenso stellen müssen, wie es Christen wenigstens streckenweise schon hinter sich brachten.

Dieser bedeutende Beitrag ist lang und sehr fundiert, wir haben daher das Wichtigste nachfolgend zusammengefaßt, es lohnt sich aber auf jeden Fall auch, den Originalbeitrag zu lesen:

Mohammed ist das Problem
Auch wenn die Muslime sich als Monotheisten begreifen, so erheben sie doch den arabischen Kaufmann unmittelbar als „Gesandten“ an die Seite und damit faktisch auf die Ebene des Göttlichen. Die Folge dieser Erhebung eines Menschen auf diese Ebene des Göttlichen ist, dass für Muslime nicht nur die im Koran niedergeschriebene, vorgeblich göttliche Botschaft handlungsbestimmend ist, sondern sämtliche Handlungen dieses Mohammed göttlichen Weisungscharakter haben.

Dieser Mohammed aber, der im Verständnis der westeuropäischen Aufklärung erst einmal nichts anderes als ein Ideologe, schrieb eine auf seine Person maßgeschneiderte Handlungsanweisung des Welteroberungskrieges.  Und er war auch der Befehlshaber und Vordenker einer Gruppe, die ihre Weltanschauung mit terroristischen Methoden und jenseits jeglicher menschlichen Regungen im wahrsten Sinne des Wortes mit Feuer und Schwert verbreitete.

Das Kernproblem ist jetzt, daß die propagierte Friedfertigkeit des Islam eben nicht für die Menschheit in Gänze gilt, sondern sich –wie es im Koran auch definiert ist – lediglich auf die Anhänger des Mohammed selbst beschränkt. Die Islamischen Gebote (sind)  kein universelles Menschen- sondern Anhängerrecht.

Der Terror hat sehr wohl etwas mit dem Islam zu tun
Neben Frieden für die Anfänger fordert der Koran das Kalifat, einen weltumspannenden totalitären Gottesstaat. Und so kann sich jeder muslimische Terrorist völlig zu Recht auf den Islam berufen.

Die Lösung
Und diese Möglichkeit, sich als Terrrorist auf den Islam zu berufen zu können, denn es steht ja im Koran, muss, um das Verhältnis zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen im Sinne eines erfolgreichen, gemeinsamen Kampfes gegen den Terror im Weltbürgerkrieg eindeutig zu klären, dann von den Muslimen endlich auch genau so eingestanden werden. Nur so kann dieses Fixierung zukünftig beendet werden.

Anspruch auf Weltglaubensherrschaft als Irrweg – erkennen & distanzieren
Wenn der Islam sich dazu bekennt, dass der weltliche Anspruch seiner Philosophie der einer Weltglaubensherrschaft ist und die führenden Vertreter der Muslime sich definitiv von diesem Anspruch distanzieren und ihn, wie Juden und Christen, als Irrweg auf dem Weg zur eigentlichen Religiosität des Glaubens begreifen, dann haben Gläubige wie Nicht-Gläubige aller Weltinterpretationen eine Chance, gemeinsam in diesem Weltbürgerkrieg zwischen sich religiös und anders begründenden Kollektivisten und den Vertretern einer auf dem Individualrecht des Einzelnen beruhenden Weltgemeinschaft zu obsiegen.

Wenn sich die Vertreter und Anhänger des Islam jedoch weiterhin aus ihrer Verantwortung damit herauszuwinden suchen, dass sie die unabweisbar in ihren religiösen Wurzeln verankerten Fundamente des weltweiten Terrors als „unislamisch“ charakterisieren, wird bei den Nicht-Muslimen immer das Gefühl vorhanden bleiben, dass diese Floskeln letztlich nur dem Ziel der Verschleierung wahrer Ziele dienen sollen.

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