Ein Integrationslehrer bricht sein Schweigen:
“Zum ersten Einstiegskurs musste ich die Teilnehmer registrieren. Jeder erhielt ein Lehrbuch. Im Herbst 2015 durfte jeder kommen, so lange er den Status hatte und sich nicht an einer anderen Schule einschrieb. Am ersten Tag kamen an die 20 Teilnehmer, in den nächsten Tagen meldeten sich noch mehr an, aber schon nach einer Woche war die Gruppe auf ungefähr 12 geschrumpft. Nach zweien waren es nur noch 5 bis 7 die regelmäßig kamen.

Interessant ist auch, dass die Syrer zuerst wegblieben und dann die moslemischen Eritreer. Andere Einstiegskurse, die ich vertretungsweise unterrichtete waren ähnlich. Die Teilnahme war sehr sporadisch. Ebenso war das Interesse am Lerninhalt wider Erwarten gering. Dafür war das Interesse an den vielfältigen Diensten, die zahlreiche Hilfsorganisationen während des Unterrichts bereitstellten (Essen, Fahrräder) umso größer. (…)

Von den Teilnehmern lasse ich mir auch immer erzählen, wie und warum sie nach Deutschland gekommen sind. Unter all den Hunderten habe ich zwei erlebt, deren Häuser durch Bomben zerstört wurden, was sie durch Fotos belegten. Alle anderen Syrer gaben an, bei Ausbruch des Krieges in die Türkei gegangen zu sein, da sie zuhause die Arbeit verloren hatten. Dort verbrachten sie mehrere Jahre, typischerweise 2011 bis 2015. Erst als sie von Frau Merkel Angebot hörten, machten sie sich auf den Weg nach Deutschland. Iraner reisen meist ganz direkt ein und Eritreer kommen auf Booten.”

Der ganze Bericht ist hier zu finden: http://www.achgut.com/artikel/null_bock_auf_integration