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Spiegel-Leser erfahren Erstaunliches:

Claudia Roth ermahnte die Abgeordneten der anderen Parteien: “Die Kolleginnen und Kollegen werden häufiger im Plenum sein müssen.” Die AfD werde versuchen, den Bundestag lächerlich zu machen, indem sie Bilder verbreite, auf denen ihre Reihen gut gefüllt, die der anderen Fraktionen aber fast leer seien.

Roths Appell: “Meine Kollegen werden besser zuhören müssen, konzentrierter sein, dazwischen gehen.” Die politische Auseinandersetzung müsse “aus den Talkshows dieser Republik wieder ins Parlament verlagert werden”, forderte sie.

Das ist seit langem endlich mal eine Forderung der Grünen Parlamentsvize, der wir aus vollem Herzen zustimmen. Richtig, die Parlamentarier werden öfter anwesend sein müssen. Es ist Schluss mit leerem Parlamentssaal, in dem über wichtige Gesetze wie das NetzDG entschieden wird. epochtimes schreibt: “Auf den Videos der 244. Bundestagssitzung, bei der über das NetzDG abgestimmt wurde, ist zu sehen, dass etwa 40 bis 60 Abgeordnete anwesend sind. Bundespräsident Norbert Lammert stellte trotzdem fest, dass der Bundestag beschlussfähig sei – obwohl dafür mehr als die Hälfte der Abgeordneten anwesend sein müssten.”

Und auch das “besser zuhören” und “konzentrierter sein” empfiehlt sich. Denn im Parlament sind inzwischen nicht mehr nur die Kartellparteien vertreten, die in kuschlig-wohliger Konsensatmosphäre vor sich hindösen und völlig undurchdachte und Land, Bürger und Rechtstaat schädigende Gesetze durchwinken können.