Deutschland brauchte eine kritische Islam-Debatte, aber die werde von der Politik unterdrückt, sagt der Islam-Experte Bassam Tibi im Gespräch. So würden die mächtigen muslimischen Verbände bestimmen, wo es langgehe.

Nach den Ereignissen von Köln “hatte ich gehofft, dass die Deutschen aufwachen. Das ist aber nicht passiert”, so Tibi.

“Zehn Prozent der Muslime in Deutschland sind beruflich und gesellschaftlich eingegliedert. Neunzig Prozent leben in Parallelgesellschaften.”

“Liberale Musliminnen wie Seyran Ates und Necla Kelek wurden aus der Islam-Konferenz rausgeschmissen. Deutschland führt seinen Dialog nur noch mit vier Verbänden, die allesamt aus dem Ausland finanziert werden und islamistisch und schriftgläubig sind. In der Islam-Konferenz geht es nicht um die Integration von Muslimen, sondern um die Minderheitsrechte des organisierten Islams.”

Diese Einsichten wurden nicht in einer deutschen Zeitung veröffentlicht, sondern in der Schweiz:   https://www.nzz.ch/feuilleton/die-islam-konferenz-ist-deutsche-unterwerfung-ld.1371525