Die verkradikale tendenzenaufte Auflage der OP beträgt 29.719 Exemplare, ein Minus von 43,4 Prozent seit 1998. (Quelle ivw.eu). Wenn man wissen will, warum, muss man sich nur die Texte des OP-Mitarbeiters Michael Hofmann ansehen.

Hofmann verlässt sich darauf, dass Seligenstädter Bürger nicht mehr ganz in Erinnerung haben, was sich im Herbst im schönen Einhardstädtchen abspielte. Tatsächlich demonstrierten dort zwei Gruppen; jede von ihnen artikulierte ihre politische Sicht. Die eine Gruppe FÜR die Ausrufung Seligenstadts zum “Sicheren Hafen”, die andere DAGEGEN. Tatsächlich ergeht ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung GEGEN den „Sicheren Hafen“ und folgt damit der Sicht derjenigen Bürger, die Hofmann auch schon in vorigen Artikeln in eine rechtsextreme Ecke zu stellen versucht hat.

Mit anderen Worten: Die Stadtverordnetenversammlung folgte der Sicht der Demonstranten NICHT, die sich dafür einsetzten, dass Seligenstadt „sicherer Hafen“ wird. Sie entschied sich dafür, dass Seligenstadt NICHT NOCH MEHR Asylanten und Migranten aufnimmt, als dies die Gemeinde im Rahmen ihrer Verpflichtungen ohnehin tut. Und das tut dem Autor der OP offenkundig so weh, dass er einen erneuten Rundumschlag veröffentlicht. Diesmal auch gegen den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung.

Denn deren Beschluss ist eine Entscheidung im Sinne der Gruppe von Bürgern, die sich dafür einsetzte, dass auch in Seligenstadt die Regeln gelten, die allen Gemeinden durch die im Alleingang von Merkel beschlossenen offenen Grenzen geschaffen wurden: Nämlich die Aufnahme des zugewiesenen Kontingents an Flüchtlingen unter Beachtung rechtstaatlicher Maßstäbe Klar artikuliert durch ein Banner mit dem Text:

Wir sagen

Ja zur humanitären Hilfe

Ja zur Seenotrettung in den nächstgelegenen Hafen

Ja zur erkennungsdienstlichen Behandlung und zur Feststellung der Identität

Ja zu einem Bleiberecht von 60 Tagen zur Prüfung des Asylantrags

Ja zur sofortigen Rückführung von Straftätern und abgelehnten Asylbewerbern

Ja zur Verhinderung von Familiennachzug

Diese Forderungen und offenkundig auch den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, die im wesentlichen auch den Forderungen unserer Partei entsprechen, nennt Hofmann von der OP nun Forderungen von „nassforschen deutschnationalen Radikalinskis, die die Schnauze voll haben … von Asylanten“ und „plumpe Deutschtümelei“.

Was genau an den Forderungen und dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung nun deutschtümelnd sein soll, bleibt das Geheimnis des Autors. Ganz offenkundig befürworten sowohl die Stadtverordneten als auch die Demonstranten vom Seligenstädter Marktplatz ja das Asylrecht – nicht jedoch die von Hofmann herbeigesehnte Umdeutung desselben in eine unterschiedslose Aufnahme eines jeden, der sich auf’s Mittelmeer gewagt hat. Wer bei diesen Forderungen „ausländerfeindliches, teils rassistisches und menschenverachtendes Aufwallen“ festzustellen vermag, der sollte seinen inneren Kompaß neu justieren.

Natürlich hat auch Hofmann die Forderungen und vor allem die Begründung der Demonstranten zur Kenntnis genommen. Aber was nicht sein kann, das nicht sein darf. Darum werden die Forderungen der Seligenstädter Bürger und der Beschluss der Stadtverordneten abgetan mit einer journalistischen Volte, die selbst Karl-Eduard von Schnitzler neidisch machen würde. Denn Hofmann hat sehr wohl das Banner der Demonstranten zur Kenntnis genommen, an dessen Text nichts auszusetzen sein kann. Hofmanns tut das so ab: „auch wenn ein ständig zur Schau gestelltes Großplakat mit Forderungen zur vermeintlich rechtskonformen und vernünftigen Lösung des Flüchtlings- und Asylbewerber-Problems etwas anderes suggerieren will“ und versucht so, die Forderungen der Demonstranten – und den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung – ins Gegenteil verkehren.

Die, bei denen Hofmanns Propaganda verfängt, müssen schon sehr unterbelichtet sein…… Die Stadtverordneten waren es Gott sei Dank nicht.

Ohne dies belegen zu können, fabuliert der Autor weiter: „Immer wieder aber bringen extreme/extremistische Positionen die idyllische Stadt in Verruf“ und er schlägt sogar die Brücke hin zu einer “mutmaßlichen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat im Bundeswehrmilieu vor zwei Jahren (…), in einem unserer Stadtteile.”.

Ob das den Stadtverordneten gefallen kann?

Sicher nicht. Denn ihr demokratischer Beschluss, der sicher auch haushaltsrechtlichen Gründen Rechnung getragen hat, wird mit derartiger Propaganda diskreditiert.

Hofmann, der schon länger derartige Artikel gegen die bürgerliche Mitte in Seligenstadt veröffentlicht, sollte einsehen: Seine Propaganda ist wirkungslos. Und die OP sollte einsehen: Mit Autoren wie Hofmann gewinnt man keinen Blumentopf.

Nicht nur im Einhardstädtchen Seligenstadt, auch im gesamten Umfeld macht sich Vernunft breit. Das kann man nicht zuletzt an den Erfolgen unserer Bürgerpartei im Wahlkreis 187 festmachen. Das Wahlergebnis lag konstant bei jeder Wahl deutlich über dem Landes- bzw. Bundesdurchschnitt.